Pitch Lunch Interview mit Christoph Hüning

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Premiere am 22. Mai: news aktuell lädt zum ersten Pitch Lunch in Zürich ein. Drei Gründer-Teams des next media accelerators (nma) präsentieren bei diesem Format ihre Projekte vor Kommunikatoren. Christoph Hüning kennt sie alle, denn er hat sie ausgewählt. Wir sprachen mit dem Managing Partner des nma über das Format, die Pitch-Teams und die Schweizer Startup-Szene.

Christoph Hüning

news aktuell: Was ist ein Pitch Lunch genau?

Hüning: Im September 2017 hat news aktuell in Berlin eine Pitch-Night veranstaltet und ist auf viel Begeisterung gestossen. Nun wird das Format weitergedreht: Drei mediennahe Startups werden bei einem Lunch in Zürich ihre Ideen vor Schweizer PR-Profis aus Unternehmen und Agenturen vorstellen. Nach den Pitches wird es die Möglichkeit für Diskussion und Netzwerken geben. Das Pitch Lunch ist also eine prima Plattform für den Austausch von jungen Gründern und gestandenen Kommunikatoren und eine hervorragende Inspirationsquelle für beide Welten.
 

news aktuell: Welche Startups werden beim Pitch Lunch dabei sein?
 
Hüning: Wir bringen drei Teams mit: Sigmund Talks (Deutschland), LAMA (Österreich) und Indieframe (Dänemark). Sigmund Talks bietet einen Chatbot, mit dem Unternehmen schnell und einfach Content-Marketing-Kampagnen erstellen können. Mit der LAMA App können Unternehmen personalisierte Videointerviews in wenigen Minuten selber produzieren und das für einen Bruchteil der Kosten eines professionellen Videoteams. Und Indieframe hat eine Plattform mit benutzergenerierten Inhalten entwickelt, auf der sich Medienhäuser und freie Journalisten finden.
 
news aktuell: Was können Schweizer Kommunikatoren von dem Event mitnehmen?
 
Hüning: Durch die Zusammenarbeit mit Startups erhalten Unternehmen Einblicke in neue Produkte und Themen sowie in die agilen Arbeitsweisen von Startups . Im persönlichen Kontakt können schnell und unkompliziert Kooperationsansätze entwickelt werden. Beide Seiten können voneinander lernen, Inspirationen sammeln und gegebenenfalls sogar gemeinsame Aktionen planen. Auch wenn die anderen sieben Startups des aktuellen Batches nicht mit vor Ort sind, werden wir gern Einblicke in deren Ideen und Geschäftsmodelle geben.
 
news aktuell: Wie innovativ und „digital“ ist die Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche?
 
Hüning: Neugründungen wie "Republik" und auch die Online-Aktivitäten der etablierten Player zeigen eine ausgeprägte Orientierung zu Innovationen in der Medien- und Kommunikationswelt. Allerdings ist es aufgrund der Landesgrösse und Mehrsprachigkeit nicht ganz einfach, tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen.
 
news aktuell: Wie lebendig ist die Schweizer Startup-Szene?
 
Hüning: Die Schweiz hat insgesamt eine aktive Startupszene, insbesondere aus dem Umfeld der sehr renommierten Hochschulen entstehen regelmässig interessante Gründungen. Was Media-Startups betrifft, finden sich in der "Schweizer Top 100" Liste aus 2018 allerdings nur drei, hier ist sicher noch Potenzial. Fintech und Life Sciences sind deutlich stärker vertreten.
 
news aktuell: Welche Rolle spielen Startup-Förderprogramme wie nma für die Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche?
 
Hüning: Hinter dem nma stehen mittlerweile 30 Medienunternehmen und Agenturen aus Deutschland und Österreich. Wir beschleunigen mediennahe Gründer mit einem sechsmonatigen Intensivprogramm und verstehen uns als pan-europäisches Programm. Im aktuellen Batch sind 8 von 10 Teams international (2x Dänemark, Schweden, 3x Norwegen, Niederlande, Litauen). Ein Team aus der Schweiz hatten wir seit Gründung im Jahr 2015 noch nicht im Portfolio und auch bei den Bewerbungen (ca. 150 Bewerbungen pro Batch) ist die Schweiz unterrepräsentiert. Wir würden uns freuen, wenn sich dies zukünftig ändert. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Christoph Hüning führt seit 2017 zusammen mit Nico Lemma und Meinolf Ellers den next media accelerator (nma). Davor war er selbständig als Berater für Medienunternehmen und Digitalisierung aktiv.

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