Wo sich Künstliche Intelligenz in der PR durchsetzt

Insight - 18. Mär 20

Künstliche Intelligenz (KI) in der PR bringt viele Chancen, birgt aber auch einige Risiken. Wie sehen es die Kommunikationsprofis in der Schweiz? Kollege KI fürs Lästige, Kollege Mensch fürs Wichtige? Wir haben gemeinsam mit Faktenkontor 92 Fach- und Führungskräfte gefragt, in welchen drei Bereichen sich KI in der Kommunikation aus ihrer Sicht in Zukunft durchsetzen wird. Hier das Ergebnis unserer aktuellen Umfrage.

Kollege KI fürs Lästige, Kollege Mensch fürs Wichtige

Mehr als die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, dass Künstliche Intelligenz beim Media Monitoring unterstützen kann. An zweiter Stelle sehen die PR-Profis den Einsatz von Kollege KI, wenn es darum geht, bei der Bilderkennung zu helfen (40 Prozent). Auf Platz drei landet die Themen- und Trend-Recherche. Hier glauben 36 Prozent der Befragten, dass Künstliche Intelligenz beitragen kann, wichtige Themen und Trends aufzuspüren.

Wo sich Künstliche Intelligenz in der PR durchsetzt. Wie sehen es die Kommunikationsprofis in der Schweiz?
Wo sich Künstliche Intelligenz in der PR durchsetzt. Wie sehen es die Kommunikationsprofis in der Schweiz? Grafik: news aktuell GmbH / Regina Biliz

Auch bei der Auswertung der eigenen Arbeit kann der Algorithmus helfen, das sieht ein gutes Drittel der Befragten so (35 Prozent). Und ein knappes Drittel glaubt, dass der neue Kollege KI bei der Verschlagwortung von Content unterstützen kann (29 Prozent).

Etwas zurückhaltender ist man bei der Content-Produktion und Wettbewerbsanalyse. Hier sieht nur jeder Fünft den neuen, künstlichen Kollegen an seiner Seite. Und nur jeder Zehnte meint, dass ein Algorithmus bei der Überprüfung der Richtigkeit von Inhalten und Multimedia-Material mitwirken kann (13 Prozent). Erstaunlich ist, dass wiederum gut jeder Zehnte den guten Ruf des eigenen Unternehmens dem digitalen Kollegen überlassen würde (elf Prozent).

Der Mensch macht den Unterschied

Menscheln soll es in den kommenden Jahren weiter im Krisenmanagement, im Influencer Marketing und in der klassischen Medienarbeit. Nur sieben Prozent würden die Krisenprävention und das Krisenmanagement vertrauensvoll an die KI abzugeben. Und nur ein Prozent gibt an, den Austausch zwischen Journalisten und Medien aus den Händen geben zu wollen.

In welchen drei Bereichen kommt KI in den nächsten Jahren am häufigsten zum Einsatz?

  • Media Monitoring 52%
  • Bilderkennung 40%
  • Themen- und Trend-Recherche 36%
  • Erfolgsanalyse und -auswertung von Kommunikationsmassnahmen 35%
  • Verschlagwortung von Content 29%
  • Content Produktion 22%
  • Wettbewerbsanalyse 18%
  • Zielgruppendefinition 13%
  • Verifikation 13%
  • Reputationsmanagement 11%
  • Krisenprävention und Krisenmanagement 7%
  • Influencer Marketing 7%
  • Medienarbeit 3%


Quelle: Umfrage im Rahmen des PR-Trendreports von news aktuell und Faktenkontor

Teilnehmer: 92 Fach- und Führungskräfte aus Medienstellen und PR-Agenturen

Fragestellung: In welchen drei Bereichen der professionellen Kommunikation wird Künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren am stärksten zum Einsatz kommen?

Online-Befragung im Februar 2020

Ihr Kommentar

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten immer die neuesten Updates rund um das Thema Kommunikation (max. 2/Monat).

Sicherheitsfrage