Content Curation in drei Schritten

Kommunikation

Haben Sie auch schon einmal einen Beitrag gelesen und ihn so gut gefunden, dass Sie ihn über Ihre eigenen Netzwerke empfohlen haben? Bravo! Dann haben Sie ja schon den ersten Schritt in der Content Curation gemacht. Denn genau darum geht es. Die PR-Beraterin und Bloggerin Marie-Christine Schindler erklärt, wie Kuratieren von Inhalten funktioniert und auf was es dabei ankommt.

Marie-Christine Schindler. Foto: Jolanda Flubacher

Content Curation bedeutet das Entdecken, Sammeln, Beurteilen, Organisieren und Teilen von Inhalten aus dem Web. Dabei sollte klar auf ein Thema fokussiert und regelmässig geteilt werden. Sie verdienen dann Vertrauen, wenn die gewählten Beiträge aktuell, präzise, nutzwertig und somit für Ihre Leser wirklich relevant sind. 

Content Curation gehört meiner Meinung nach in die Content-Strategie jeder Organisation. Warum? Was bringt das? 

  • Profilierung als ExpertIn, Bekanntheit und ein Netzwerk 
  • Positionierung zu strategischen Themen (früher nannte man das Kompetenzzentrum) 
  • Sichtbarkeit und Reichweite durch regelmässige Beiträge über die eigenen hinaus 
  • Vorsprung durch Wissen sowie Durchblick zu Trends und Entwicklungen 

Content Curation bringt fachlich weiter und bewahrt Menschen und Unternehmen auf gute Weise davor, nur über sich selber zu sprechen. Content Curation ist, kurz gesagt, die Kombination von richtig guten Quellen, Tools und Routinen. Wie das geht, zeige ich in drei Schritten: 

1. Quellen sichern

Sie haben ein Thema gefunden, für das Sie brennen oder Sie sind schon Experte oder Expertin in einem Fachbereich. Dann gehört es doch dazu, dass Sie auch alles verschlingen, was Sie dazu lesen können, richtig? Damit sind wir schon drin. Organisieren Sie diese Quellen so, dass Sie regelmässig über neue Beiträge im Bilde sind. Blogs und Online-Magazine sammeln Sie in einem Feed-Reader wie Feedly. Spannende Newsletter abonnieren Sie am besten mit einer eigenen Mailadresse. Und beobachten Sie Ihr Netzwerk! 

2. Lesen und kuratieren

Es ist eine Grundregel, dass Sie nie Beiträge teilen, die Sie nicht selber gelesen oder zumindest gescannt haben. Sie garantieren für die Qualität der Inhalte, die Sie teilen. Nur wenn Sie diese gelesen haben, sind Sie in der Lage, sie zu beurteilen, einzuordnen und so anzuteasern, dass Sie Interesse wecken. Das geht dann fast in einem Schritt. 

3. Teilen

Nutzen Sie Ihre Kanäle, um die Fundstücke zu teilen. Wenn Sie im Teasertext Schlüsselwörter mit # versehen oder auch Personen, zum Beispiel die Autorin, mit @ erwähnen, dann haben Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Sie bringen spannende Inhalte und nutzen die Gelegenheit zur Vernetzung.

Marie-Christine Schindler  berät seit vielen Jahren zu Online-PR, strategischer Kommunikation, Newsroom & Content. Sie ist Co-Autorin des Buches  PR im Social Web. Ausserdem ist sie Dozentin an diversen Fachhoschulen und betreibt einen eigenen Blog. 
 

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