Menschen aus ihren Denkboxen herausholen

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Am kommenden Dienstag startet die Business Innovation Week (BIW). news aktuell ist Kooperationspartner der Messe, die in diesem Jahr erstmals in Zürich stattfindet. Das Konzept dahinter: Branchen- und Hierarchie-übergreifend Innovation und Digitalisierung in der Arbeitswelt 4.0 diskutieren und gestalten. Wir sprachen mit BIW-Initiatorin Ewa Ming über die Idee hinter der Messe und über die Bedeutung von AI und Robotik für Schweizer Unternehmen.

Ewa Ming, Gründerin der Business Innovation Week und CEO EMEX Management GmbH. Foto: Ronny Barthel

news aktuell: Wie ist die Idee der Business Innovation Week entstanden? Welches grosse Ziel verbirgt sich dahinter?

Ming: Ich habe mit meinem Team zwölf Jahre lang die SwissEMEX veranstaltet, die bedeutendste Marketingmesse der Schweiz. Es wurde Zeit für Neues! Aus meiner ganz persönlichen Devise "Neu denken, neu Handeln" ist die Business Innovation Week entstanden. Das Eventformat ist ein Treffpunkt, bei dem Menschen aus verschiedenen Berufen und Branchen, die etwas bewegen möchten, an Diskussionsrunden teilnehmen und über neue Ideen und Geschäftsmodelle reden können – über Innovation. Der Spirit soll dabei offen sein. Es soll nicht gewertet werden, das Mindset soll verbinden. Es wäre schön, wenn eine solch offene Dialogplattform zu einer festen Grösse würde. Wir starten jetzt mit der Innovation Week. Aber von der Grösse her könnten sich um die BIW herum noch weitere Events das Jahr über anschliessen: Special-, Fach- und Follow-up-Events.

news aktuell: Welche Rolle spielen PR und Kommunikation bei der voranschreitenden Digitalen Transformation, insbesondere der humanoiden Robotik?

Ming: Im Kern geht es immer um Künstliche Intelligenz, um die Berührungsängste vieler Menschen davor, und die Befürchtung, dass Roboter und Bots uns Menschen einmal beherrschen werden. Nicht zuletzt hat Hollywood zu diesem Grundgefühl einiges beigetragen. Keine Frage, humanoide Roboter lösen Respekt, vielleicht sogar Angst aus. Aber sie helfen auch, im rasanten Tempo der Digitalisierung Algorithmen, Bits und Bites für den Normalbürger nachvollziehbarer zu machen und zu verstehen. Das ist auch und vor allem die Aufgabe von PR und Kommunikation.

news aktuell: Der Schweizer Markt ist für innovative Start-ups in den Bereichen AI und Robotik sehr attraktiv. Wie wichtig ist diese Entwicklung für Schweizer KMUs?

Ming: Einerseits gibt es diese innovative, sehr starke Start-up-Szene, die sich gerade entwickelt, und grössere Firmen, die die BIW mittragen, finanzieren und unglaublich viel zu dieser Innovationskraft beitragen. Andererseits gibt es aber auch das «typisch Schweizerische». Die Unternehmer selbst sind oft nicht die Innovativsten, sondern die Basis, die nachrückt – die Digital Natives, die Generation Z, die jetzt kommt. Ich erlebe zwei Welten: Einmal eine tolle, urbane Struktur, die gut funktioniert. Aber das KMU-Land Schweiz ist auch nach wie vor geprägt von Unternehmen, die oft von eher älteren Männern geführt werden – mit einer eher konservativen Haltung. Und das Thema Frauen und Tech ist dort noch nirgends richtig angekommen.

news aktuell: Messen haben im Moment einen schweren Stand. Sie haben für die BIW ein neues Format entwickelt. Inwiefern unterscheidet sich dieses von herkömmlichen Formaten?

Ming: Wir haben mit der BIW ein Multilocation-Event auf dem Werkplatz Zürich Oerlikon entwickelt. Das ehemalige ABB-Werksgelände hat sehr viel Charme und Authentizität für dieses Setting. Es geht hier nicht nur um Vorträge und Messestände! Manche Menschen können nur schwer aus ihren Denkboxen herausgeholt werden. Junge und coole Menschen sind offen und daran gewöhnt, ein internationales Umfeld zu haben. Sie denken anders. Ich wünsche mir, dass die BIW-Besucherinnen und Besucher diese «Magie der Innovation» spüren und offen dafür sind. Denn wir bieten ein Paket an Information und Inspiration, das dazu befähigt, neue Wege zu gehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns alle fragen und letztlich entscheiden müssen, ob wir in diesen Zeiten des fundamentalen Wandels zu den Losern oder Leadern gehören wollen. Antworten darauf gibt die Business Innovation Week.

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