Blinde Passagiere mit im Gepäck

Insight

Sommerzeit ist Ferienzeit. Wie handhaben es die Schweizer Kommunikatoren mit der Erreichbarkeit während ihrer Auszeit? Wir haben mit unserem Partner Faktenkontor nachfragt. Demnach ist eine grosse Mehrheit der PR-Mitarbeiter in den Ferien für das Unternehmen erreichbar. Wie viele Befragte ihr Handy für die Firma anlassen und was sie dann damit tun, haben wir in eine Infografik gegossen. Am PR-Trendmonitor haben 130 Schweizer Fach- und Führungskräfte der PR teilgenommen. 

Erreichbarkeit im Urlaub PR

 

Nur gut jeder zehnte Befragte sagt, dass er im Urlaub für die Firma nicht erreichbar ist (13 Prozent). Im Umkehrschluss lassen 87 Prozent der Kommunikatoren eine Unterbrechung ihrer Freizeitaktivitäten durch Chefs, Mitarbeiter oder Kunden zu. 

Das Smartphone bleibt bei vielen PR-Managern in den Ferien für den Job an. So geben zwei Drittel der Befragten an, dass sie im Urlaub per WhatsApp oder SMS erreichbar sind (66 Prozent). Über die Hälfe wiederum geht ans Telefon, wenn der Chef anruft oder die Kollegen Fragen haben (52 Prozent). Auch Anfragen per E-Mail beantworten 51 Prozent der Umfrageteilnehmer im Urlaub.  

Proaktiv bei der Firma meldet sich hingegen nur eine kleine Minderheit. Jeder zehnte PR-Profi schreibt aktiv E-Mails (11 Prozent), nur verschwindende vier Prozent rufen von sich aus im Büro an, um Probleme oder Unklarheiten in ihrer Abwesenheit zu lösen. 

Ein wichtiger Grund für die Erreichbarkeit im Urlaub ist die Karriere. 52 Prozent der Kommunikatoren erhoffen sich dadurch bessere Chancen für ihren beruflichen Aufstieg und nehmen daher eine ständige Erreichbarkeit auch in ihrer Freizeit in Kauf. 

Wie halten es PR-Profis mit der Erreichbarkeit durch ihre Firma in den Ferien?

Ich bin per WhatsApp/SMS erreichbar: 66%
Ich bin telefonisch erreichbar: 52%
Ich bin per E-Mail erreichbar: 51%
Ich schreibe aktiv E-Mails: 11%
Ich melde mich aktiv per WhatsApp/SMS: 5%
Ich rufe aktiv im Büro an: 4%
Ich bin nicht erreichbar: 13%

 

Kommentare (1)

  • 23.07.19 10:08 Uhr von Matthias Reimann

    Es scheint, als ob viele Chefs noch etwas von ihren skandinavischen Kollegen lernen könnten. Während in Skandinavien viele Geschäfts-Mailserver ab 19 Uhr abends und am Wochenende nicht zugänglich sind, lassen Chefs es hierzulande zu, dass Mitarbeitende während eines sogenannten "Urlaubs" konstant erreichbar sind. Die Qualität wird entsprechend unterdurchschnittlich und wenig erholt ausfallen.

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