Arbeit mit Fotografen: Wie bekomme ich, was ich mir vorstelle?

Bild, Radio, Video

Richtiges Briefing bei der Arbeit mit Fotografen ist ein absolutes Muss. Je konkreter es ist, desto weniger driften Wunschvorstellung und Ergebnis auseinander. Sebastian Schneider, Head of PR & Distribution bei der Schweizer Nachrichtenagentur KEYSTONE-SDA-ATS, hat die wichtigsten Punkte für ein gutes Briefing für uns zusammengefasst. 

 

Sebastian Schneider, Head of PR & Distribution bei der Schweizer Nachrichtenagentur KEYSTONE-SDA-ATS. Foto: Gaetan Bally

Viele Kommunikatoren kennen die Situation: Sie bekommen vom Fotografen, den sie für ein Projekt engagiert haben, die sehnlichst erwarteten Bilder. Sie schauen sie an und stellen fest, dass einiges, was sie sich vorgestellt haben, nicht in der Bildauswahl zu finden ist oder anders als gewünscht umgesetzt wurde. Woran mag das liegen? Für viele ist der Fall klar. Der Fotograf hat schlecht gearbeitet. Doch ist das wirklich der wahre Grund? In so einer Situation muss man sich als Auftraggeber fragen, ob man den Fotografen richtig gebrieft hat. Umso klarer das Briefing ist, umso weniger driften Wunschvorstellung und Ergebnis auseinander. 

Ein klares Briefing ist ein absolutes Muss

Wie komme ich zum gewünschten Ergebnis? Zuerst einmal bedarf es immer eines schriftlichen Briefings. Die Beantwortung der folgenden, einfachen Fragen hilft dem Fotografen, sich auf den Auftrag bestmöglich einzustellen und sich vor Ort zurecht zu finden.

Ein klares Briefing ist ein absolutes MussKlicken, um zu twittern

  • Wer ist die Ansprechperson des Fotografen vor Ort?
  • Wann muss er vor Ort sein? Wann beginnt der Event?
  • Welches sind die für den Fotografen relevanten Programmpunkte?
  • Wie ist das Licht vor Ort?
  • Wie lautet der Dresscode?
  • Muss der Fotograf akkreditiert werden?
  • Braucht es einen Lageplan?
  • Gibt es einen ruhigen Arbeitsplatz vor Ort?
  • Kann der Fotograf sein Equipment deponieren?
  • Gibt es vor Ort Handyempfang oder Internetanschluss?
  • An wen müssen die Bilder wann in welcher Auflösung/Grösse geschickt werden?

Stimmen die Rahmenbedingungen, kann sich der Fotograf voll aufs Fotografieren konzentrieren. Damit am Ende die Bilder den Vorstellungen des Kunden entsprechen, müssen die Sujetwünsche ebenfalls klar festgehalten werden: 

  • Welche Personen müssen zwingend auf den Bildern sein? (Ggf. dem Briefing eine Protagonistenliste mit Portaitbildern zur Erkennung der Personen beilegen)
  • Braucht es allgemeine Stimmungsbilder?
  • Welche Event-Highlights/-Situationen müssen fotografiert werden?
  • Welche Sujets haben erste und welche zweite Priorität?
  • Welcher Stil wird gewünscht? Zeigen Sie dem Fotografen ein paar Beispielbilder, damit er weiss, was Ihrem Geschmack entspricht.

Wichtig für das Fotografen-Briefing sind also klare organisatorische Hinweise und Wünsche, was das Sujet angeht. Dann bekommen man die Bilder, die man erwartet hat.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der aktuellen Ausgabe von treibstoff. Wir freuen uns über Ihr Feedback zu unserem Magazin unter treibstoff@newsaktuell.de. Laden Sie sich gleich die aktuelle Print-Ausgabe herunter!

Treibstoff jetzt downloaden!

Captcha

Ihr Kommentar

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten immer die neuesten Updates rund um das Thema Kommunikation (max. 2/Monat).

Sicherheitsfrage